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Mythos Multitasking(?): Wie du wirklich mehr erreichst

Konzentrierst du dich gerade nur auf das Lesen dieses Artikels?

Wirst du zwischendurch Nachrichten auf deinem Smartphone lesen oder schreiben?

Willst du jetzt nochmal schnell deine Social Media Accounts checken?

… Erwischt? 😉

Warum fällt es uns so schwer, uns nur auf eine Sache zu konzentrieren?

Und vor allem: Erreichen wir mit unserem ständigen Multitasking auch wirklich unser Ziel, in der gleichen Zeit mehr zu schaffen?

Realitätscheck: Wie sieht dein Alltag wirklich aus?

Tausende Gedanken gehen dir täglich durch den Kopf. Dich erreichen unzählige Nachrichten, Anrufe und Benachrichtigungen.

Dauernd wird deine Aufmerksamkeit gefordert. Deine To-do-Liste wird immer länger und du fühlst dich zunehmend gestresst und überfordert.

Gleichzeitig willst du weiterhin sowohl in deinem beruflichen als auch in deinem privaten Umfeld allem und allen gerecht werden.

Und du fragst dich dann, wie du das alles schaffen sollst …

Kommt dir das bekannt vor?

Zum Glück gibt es da ja Multitasking.

Indem wir einfach mehrere Dinge gleichzeitig machen, schaffen wir in der gleichen Zeit auch deutlich mehr.

Dadurch können wir beispielsweise beim Telefonieren weiter an unserer Präsentation arbeiten, die neuesten Mails lesen oder die Einkaufsliste für das Wochenende schreiben.

So zumindest die Theorie…

… doch wie sieht dein Alltag damit wirklich aus?

Kennst du diese Tage, an denen du durchgehend beschäftigt bist, vieles auch „effizient“ versuchst gleichzeitig zu erledigen und am Ende trotzdem das Gefühl hast, kaum einen Schritt weitergekommen zu sein?

Wieso kommen wir an solchen Tagen dann trotz – oder gerade wegen(?) – unseres Multitaskings nicht richtig voran und sind abends unzufrieden und müde?

Ist Multitasking etwa doch nicht die smarte Lösung, wie weitläufig behauptet wird?

Vermindern wir dadurch möglicherweise sogar unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität?

Unser Gehirn ist nicht für Multitasking gemacht

Unsere Notebooks, Smartphones und Tablets haben mittlerweile sogenannte Multi-Core-Prozessoren. Mit deren Hilfe ist es tatsächlich möglich, Aufgaben zeitgleich zu erledigen – ohne Qualitätsverluste.

Doch unser menschliches Gehirn ist dafür nicht gemacht.

Während wir glauben, „echtes“ Multitasking zu betreiben, springt unser Gehirn in Wahrheit zwischen den Aktivitäten sehr schnell hin und her. Die verschiedenen Aktivitäten kämpfen dabei also dauernd um unsere Aufmerksamkeit.

Tatsächlich kostet uns dieses schnelle gedankliche hin und her Springen zwischen den Aktivitäten sehr viel Zeit und Energie.

Daher erscheinen uns dann auch vermeintlich einfache Aufgaben schwerer und es dauert länger, bis wir sie erledigt haben. Zudem machen wir dadurch mehr Fehler. Und die Korrektur derselben kostet uns erneut viel Zeit und Energie.

Durch Multitasking schaffen wir in Wirklichkeit also weniger, machen mehr Fehler und erhöhen unseren Stresslevel.

Der kürzeste Weg, um vieles zu erledigen, ist immer nur eine Sache zu machen.

– Samuel Smiles

So erreichst du mit Monotasking wirklich mehr

1. Mit einem klaren Plan starten

Wer kennt nicht die Tage, an denen man das Gefühl hat, mehr Aufgaben als Zeit zu haben?

Umso wichtiger ist es dann, mit einem klaren Plan zu starten. Dabei geht es nicht darum, jede Minute deines Tages detailliert durchzutakten.

Vielmehr geht es darum, dass du dir eine klare Vorstellung darüber machst, was dich heute erwartet und was du erreichen willst.

Beginne mit der Frage: Welche eine Sache ist heute am wichtigsten? Dabei kannst du dich an deinen Wochenzielen orientieren.

Das ist dein heutiger Tagesfokus. Notiere dir dann auf dieser Basis schriftlich, worauf du dich heute konzentrieren möchtest – am besten mit Stift und Papier, um mögliche Ablenkungen auch gleich zu vermeiden.

So bist du dann auch im hektischen Alltag in der Lage, den Überblick zu behalten und dich auf das Wesentliche zu fokussieren.

2. Go with the Flow

Kennst du diese Momente, in denen deine Aufmerksamkeit voll und ganz auf einer Sache liegt, in denen du alles andere um dich herum vergisst?

Glücksforscher und Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt diesen Zustand als „Flow“.

In diesen Flow-Momenten, in denen du dich immer voll auf eine Sache konzentrierst, bist du auch am produktivsten.

Starte mit deinem Tagesfokus, also mit der Aufgabe, die heute am wichtigsten ist.

Wenn du eine Aufgabe erledigt hast, kannst du gedanklich auch damit abschließen und dich anschließend wieder mit voller Aufmerksamkeit der nächsten Aufgabe widmen.

3. Ablenkungen reduzieren

Um uns voll auf etwas konzentrieren zu können, müssen wir unsere Ablenkungen reduzieren.

Während wir uns einer Sache für eine bestimmte Zeit widmen, sollten also beispielsweise auch keine Mails oder Benachrichtigungen in unserem Sichtfeld aufpoppen können.

Schalte währenddessen dein Smartphone aus oder nutze den Flugmodus und schließe dein Mail-Programm.

Trotzdem wird es natürlich hin und wieder vorkommen, dass dir plötzlich ein wichtiger Gedanke kommt, der dich nicht loslässt.

Schreib dir dann am besten eine kurze Notiz dazu auf. So schaffst du dir einen freien Kopf und kannst dich dann wieder voll und ganz deiner eigentlichen Aufgabe widmen.

4. Pausen machen

Plane gezielt Pausen ein und nutze diese, um wieder Energie zu tanken.

Beispielsweise bei einem Spaziergang an der frischen Luft oder einem gemeinsamen Mittagessen.

Und auch hier gilt: Volle Aufmerksamkeit auf eine Sache. Das steigert deine Leistungsfähigkeit und deine Kreativität.

Es ist kein Zufall, dass wir häufig die besten Ideen genau in den Momenten haben, in denen wir nicht gestresst am Schreibtisch sitzen und zwanghaft darüber nachdenken.

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